|
 |
|
Mitteltemperaturen |
| Januar |
-14,1° |
| Februar |
-20,7° |
| März |
-19,0° |
| April |
-13,1° |
| Mai |
-5,0° |
| Juni |
+1,4° |
| Juli |
+4,4° |
| August |
+2,8° |
| September |
-0,5° |
| Oktober |
-6,9° |
| November |
-10,8° |
| Dezember |
-16,3° |
|
Geographie
Die Inseln liegen zwischen 74° und 81° nördlicher Breite sowie
10° und 35° östlicher Länge. Die größten Inseln sind Spitzbergen
(norwegisch Spitsbergen), Nordostland (Nordaustlandet), die
Barentsinsel (Barentsøya), Edgeøya und Prinz-Karl-Vorland (Prins
Karls Forland). Aber auch kleinere Inseln, wie beispielsweise die
südlicher gelegene Bäreninsel (Bjørnøya) und Hopen zählen dazu.
Fauna
An größeren
Landsäugetieren kommen das Ren, der Eisbär und der
Polarfuchs vor. Der Eisbär, dessen Population im
Gebiet der Inselgruppe auf ca. 3.000 Tiere geschätzt
wird, ist eigentlich ein maritimes Tier, da er sich
hauptsächlich auf dem umliegenden Meereis aufhält.
Die hier lebende Unterart Spitzbergen-Ren ist
kleiner als seine Verwandten in anderen Gebieten der
Arktis und kommt nur auf Svalbard vor.
Die Zahl der
Meeressäuger war vor dem Beginn der groß angelegten
Waljagd bedeutend höher. Lange Zeit waren große
Fangflotten unterwegs, die erst Grönlandwale und
Nordkaper und später auch verschiedene Furchenwale
bejagten. Narwale gab es schon immer nur wenig im
Gebiet und die Anzahl der Weißwale, die noch im 19.
Jahrhundert in den Fjorden der Inselgruppe gefangen
wurden, ist heute stark dezimiert. Das gleiche gilt
im verstärkten Maß für Walrosse, die vollständig von
den westlichen Küsten vertrieben wurden. Andere
Robben, die auf Svalbard vorkommen sind die
Sattelrobbe, die Ringelrobbe, die Bartrobbe und
vereinzelt auch die Klappmütze.
|
|
Die Vogelwelt ist außerordentlich
reichlich und wird vor allem von den vielen Meeresvögeln dominiert,
die hier in riesigen Kolonien brüten. Als Beispiele können hier die
Dickschnabellumme, die Gryllteiste, der Krabbentaucher, der
Papageientaucher, die Eismöwe und der Eissturmvogel genannt werden.
Weiterhin gibt es drei Arten von Raubmöwen, verschiedene
Seeschwalben und den Sterntaucher. An Entenvögeln brüten die
Kurzschnabelgans, die Ringelgans, die Eiderente und selten auch die
Weißwangengans auf Svalbard. Im Landesinneren gibt es eine
Schneehuhnart und die Schneeeule, die auch im Winter hier bleiben,
und die Schneeammer, welche in der kalten Jahreszeit nach Süden
zieht.
In Süßwasseransammlungen leben unzählige kleine Krebstiere, wobei
die Art Lepidurus (Apus) glacialis, die an Kaulquappen erinnert,
besonders ins Auge fällt.
Flora
Die Pflanzenwelt ist typisch für die
hiesige Tundrenvegetation. Die meisten der hier vorkommenden 130
Blütenpflanzen findet man auch im skandinavischen Gebirge und auf
Nowaja Semlja wieder. Es gibt Steinbrecharten, Fingerkraut,
Silberwurz und viele Wiesenpflanzen wie Gräser, Löwenzahn und
Wollgras. Der größte Busch ist die Zwergbirke (Betula nana), die man
jedoch nur selten antrifft.
Moose bilden an vielen Stellen zusammenhängende Decken, die in den
Senken im Landesinneren bedeutende Ausmaße erreichen. Den reichsten
Bewuchs findet man entlang der Fjorde, die oft wolkenfrei sind, so
dass das Sonnenlicht lange Zeit den Boden erreicht. Das umliegende
Meer ist reich an Algen, sogar im Polarwinter unter der Eisdecke.
Besonders auffällig sind Braunalgen, die bis zu drei Meter lang
werden können. In Süßwassertümpeln leben Kieselalgen und
Armleuchteralgen (Charophyceae) und andere mikroskopische Algen
färben den Schnee grün oder rot. Diese Färbungen treten vor allem im
Sommer in der Nähe von Vogelkolonien auf.An den Küsten wird eine
große Menge von Treibholz angespült, das vorwiegend aus
Nadelgehölzen, die von den sibirischen Strömen ins Nordpolarmeer
transportiert wurden, besteht.
Bevölkerung
(Norwegische) Hauptstadt von
Svalbard ist Longyearbyen auf Spitzbergen mit ca. 1.800 Einwohnern.
Dort befindet sich auch die Universität UNIS. Des Weiteren gibt es
die russisch-ukrainische Siedlung Barentsburg mit ca. 900
Einwohnern. Ny-Ålesund ist ein norwegisch-internationales
Forschungszentrum, in dem zwischen 40 und 100 Forscher tätig sind.
In Sveagruva arbeiten bis zu 200 Grubenarbeiter, die aber als
Pendler dort keinen festen Wohnsitz haben. Eine polnische
Forschungsstation in Hornsund zählt acht Bewohner. Die russische
Kohlegrube in Pyramiden wurde 1998 stillgelegt, die Siedlung selbst
(zu Spitzenzeiten bis zu 1.000 Einwohner) wurde 2000 aufgegeben.
Politik
Svalbard besitzt kein
eigenes Parlament, sondern wird direkt von einem
Repräsentanten der norwegischen Regierung geleitet.
Dieser trägt den Namen Sysselmann und ist
gleichzeitig Polizeichef, Hilfsrichter und Inhaber
anderer offizieller Funktionen. Er soll auch die
Rechte und Pflichten sicherstellen, die Norwegen
laut Spitzbergen-Vertrag obliegen.
Infrastruktur
Svalbard ist durch den
internationalen Flughafen in Longyearbyen mit
Norwegen und anderen Ländern verbunden. Weiterhin
kommen im Sommer verschiedene Forschungs- und
Touristenschiffe in die Häfen. Außerhalb der
Ortschaften gibt es so gut wie keine befestigten
Wege. So erfolgen die Transporte mittels Flugzeug,
Schiff und Motorschlitten. Der größte Arbeitgeber
der Inselgruppe, die norwegische Bergbaugesellschaft
Store Norske Spitsbergen Kulkompani A/S, hat zwei
eigene Flugzeuge, die für Transporte zwischen
Sveagruva und Longyearbyen eingesetzt werden.
Wirtschaft
Da der
Spitzbergen-Vertrag beinhaltet, dass Norwegen keine
Einkünfte aus Svalbard beziehen darf, bleiben die
eingezogenen Steuern auf der Inselgruppe. Dies hat
wiederum zur Folge, dass das Steuerniveau im
Gegensatz zu anderen norwegischen Gebieten sehr
niedrig liegt. Die Einkommenssteuer liegt unter 20 %
und eine Umsatzsteuer existiert überhaupt nicht.
Tourismus
Svalbard lebt auch vom
Tourismus. Da auf den Inseln aber Eisbären leben,
sollte man nur mit (bewaffnetem) Führer ins Umland
wandern
Quelle: Wikipedia |